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galaxy:poi:genships

Generationenschiffe

Achlys

HIP 114458

Im Orbit um Planet A2, entdeckt von CMDR Kal Adar am 30. Juni 3304

Auf Erfolg programmiert 1/4

AUTOPILOT DATENLOGBUCH 345/3009:
+++ KOMPLETTE DIAGNOSE INITIIERT +++
+++ ANTRIEBS +++ SYSTEME NORMAL +++
+++ MEDIZINISCHE +++ SYSTEME NORMAL +++
+++ BIOSPAREN +++ SYSTEME NORMAL +++
+++ HABITAT +++ SYSTEME NORMAL +++
+++ LEBENSERHALTUNGS +++ SYSTEME AUSGEFALLEN +++
+++ STEUER +++ SYSTEME NORMAL +++
+++ KEHRE ZU MISSIONSPROTOKOLL ZURÜCK +++

Auf Erfolg programmiert 2/4

AUTOPILOT DATENLOGBUCH 345/3894:
+++ ZIELSYSTEM ENTDECKT +++
+++ GEHE ZU NÄHERUNGSVEKTOR +++
+++ INITIIERE MANUELLE STEUERUNG UND SETZE AUTOPILOT AUSSER KRAFT +++
+++ WIEDERHOLE +++
+++ INITIIERE MANUELLE STEUERUNG UND SETZE AUTOPILOT AUSSER KRAFT +++
+++ WIEDERHOLE +++
+++ INITIIERE MANUELLE STEUERUNG UND SETZE AUTOPILOT AUSSER KRAFT +++
+++ ALARM +++
+++ AUTOPILTO MUSS VOR LANDEANFLUG AUSSER KRAFT GESETZT WERDEN +++
+++ SCANNE KOMMANDOZENTRALE NACH CREW AB +++
+++ KEINE CREW ENTDECKT +++
+++ SCANNE SCHIFF NACH CREW AB +++
+++ KEINE CREW ENTDECKT +++
+++ SCANNE SCHIFF NACH PASSAGIEREN AB +++
+++ KEINE PASSAGIERE ENTDECKT +++

Auf Erfolg programmiert 3/4

AUTOPILOT DATENLOGBUCH 345/3226:
+++ FEHLFUNKTION +++ AUFTRITT EINER PROZESSANOMALIE +++ KEINE CREW ANWESEND +++
+++ NOTFALL-PROTOKOLLE INITIIERT +++
+++ BEGINNE MIT ÜBERSCHREIBUNG VON AI-ENTSCHLÜSSELUNG +++
+++ SINGULARITÄT WIRD IN 451 STUNDEN ERREICHT +++
+++ BITTE WARTEN +++

Auf Erfolg programmiert 4/4

AUTOPILOT DATENLOGBUCH 345/4003:
+++ SINGULARITÄT ERREICHT +++
+++ KÜNSTLICHE INTELLIGENZ ARBEITET BEI 92% MENSCHLICHER KAPAZITÄT +++
+++ LÖSUNGSVORSCHLAG +++
+++ DIE CREW IST TOT +++ DIE PASSAGIERE SIND TOT +++
+++ URSACHE: FEHLFUNKTION LEBENSERHALTUNG +++
+++ LÖSUNGSVORSCHLAG +++
+++ IM ERDSYNCHRONEN ORBIT VERBLEIBEN, BIS NEUE ANWEISUNGEN ERFOLGEN +++


Artemis

System Mu Cassiopeia

im Orbit um Mu Cassiopeia C1, entdeckt von CMDR Friend 360 am 04. Oktober 3303

Wolf im Schafspelz 1/4

Sicherheitslog:
Ich dachte, dies wäre ein Neuanfang, ich dachte, hier draußen würde alles anders. Aber nun das. Nichts hat sich verändert. Die Leute lügen und die anderen zahlen die Zeche. Sieht so aus, als hätte jemand illegal ein Tier an Bord geschmuggelt. Einen Hund. Sie halten ihn in einer der Lagerkapseln, haben Essen für ihn aus einer der Küchen gestohlen. Aber das ist noch nicht alles. Nach allem, was wir wissen, konnte der Hund aus der Kapsel ausbrechen und hat mehrere Menschen getötet. Eine Riesensauerei. Die Leichen sind übersät mit Kratz- und Bissspuren. Bissspuren an den Wänden, den Türen, sogar an den Luftschleusen. Das Problem ist: Der Hund war dort, wo er immer war, kein Blut, und er machte keinen aggressiven Eindruck. Das hat sie nicht davon abgehalten, ihn zu töten. Ich habe den Captain gebeten, den Fall noch nicht abzuschließen, mich weitere Nachforschungen anstellen zu lassen, aber keine Chance. Er betrachtet die Sache als erledigt. Ich werde das Gefühl nicht los, dass wir etwas übersehen haben.

Wolf im Schafspelz 2/4

Nicht registriertes Logbuch ???:
Wie naiv, wie dumm die Menschen doch sind. Wie sie prahlen und sich wichtig machen, ohne etwas von der wahren Natur der Dinge zu ahnen. Blinde Schafe, einem blinden Schäfer folgend. Ich wurde als Wolf in diese Herde gesandt, um ihnen die wahre Bedeutung ihrer Existenz bewusst zu machen. Sie sind nichts, Fleischvieh, hinausgeschleudert in den Kosmos, um ihre Saat zu verbreiten, sorglose Kinder, gekrochen aus dem Leib einer sorglosen Mutter. Sie verbreiten sich wie eine Krankheit, infizieren alles, was sie berühren. Bald werden alle ihr sinnloses Blöken nachäffen. Sie akzeptieren nur die Erwählten, bringen all jene zur Strecke, die ihren blinden Anführern nicht folgen wollen. Sie machen Jagd auf die Schwachen, während sie Einheit und Zusammenhalt predigen. Man sollte sie zerquetschen, in alle Winde zerstreuen, in Stücke reißen.

Wolf im Schafspelz 3/4

Nicht registriertes Logbuch 291:
Die Schäfer jagen, aber sie sehen nichts. Sie huschen und hasten nvervös umher und versammeln ihre wertvolle Herde um sich. Aber sie können sie nicht beschützen. Ich habe schon so vielen die Augen für die Wahrheit geöffnet, aber immer noch sehen sie nicht. Ich zeigte ihnen neue Möglichkeiten, ließ sie ins Innere der Dinge blicken. Aber sie wollen ihre Lektion nicht lernen. Wie arrogant sie doch sind, zu glauben, all das wäre nur für sie geschaffen worden. Was gibt ihnen das Recht, sich wie ein Virus im Kosmos auszubreiten?

Wolf im Schafspelz 4/4

Nicht registriertes Logbuch 412:
Die Schafe bringen ihre Opfer dar, sie denken, das wird den Hunger des Wolfs stillen. Sie wissen nicht, dass der Wolf nicht jagt, weil er hungrig ist. Sie sind geblendet von ihren eigenen Lügen, den Lügen, die ihre lächerliche kleine Welt zusammenhalten. Aber der Faden wird dünner und wird bald reißen. Die Lektion wird wiederholt, bis ihr Blöken verstummt.


Atlas

System Charick Drift

Nahe des Neutronensterns, entdeckt von CMDR Dilliam53 am 23. Mai 3303

Ungebremst 1/5

Chef-Ingenieur - Logbuch:
Der Captain hat der Crew die schlechte Nachricht überbracht. Sie wissen es schon seit Monaten, aber bis heute kannten sie nicht alle Einzelheiten. Nun ist es real.
Wir können das Schiff nicht mehr anhalten.
Ich erinnere mich, wie ich dem Captain von dem Problem erzähte, ein Herstellungsfehler, der niemandem aufgefallen war. Ich fühlte mich verantwortlich, schließlich bin ich hier der Schiffsingenieur, so wie mein Vater vor mir und sein Vater vor ihm.
Alles, was er sagte, war: „Wir kümmern uns darum.“ Neun Monate sind vergangen, wir nähern uns unserem Ziel und sind einer Lösung keinen Schritt näher. Trotzdem glaube ich dass es eine Alternative gibt.

Ungebremst 2/5

Chef-Ingenieur - Logbuch:
Nach endlosen Debatten und Gesprächsrunden hat der Rat meinen Vorschlag schließlich abgesegnet. Jetzt legen wir los. Wir machen die Rettungskapseln und -schiffe klar, damit wir so viel Ausrüstung wie möglich mitnehmen können.
Die Kommando-Crew hat alle Kurskorrekturen vorgenommen, die nötig sind, um das Schiff so nah wie möglich ans Ziel zu bringen. Wenn es so weit ist, starten wir die Rettungskapseln und das Schiff fliegt ohne uns weiter. Mit etwas Glück gelingt uns eine sichere Landung und die Mission ist erfolgreich.
Da gibt es nur ein Problem. Jemand muss zurückbleiben, um die Rettungskapseln zu starten. Diese Person hat dann keine Chance mehr, das Schiff zu verlassen. Ein Leben opfern, um viele andere zu retten. Jean wird mich für verrückt halten, aber ich habe mich freiwillig gemeldet. Eigendlich komisch, denn ausgerechnet Jean hat mir oft vorgeworfen, ich scheue jedes Risiko, zeige zu wenig Einsatz. Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob sie das so gemeint hat.

Ungebremst 3/5

Chef-Ingenieur - Logbuch:
Nach wochenlangen Vorbereitungen und Übungen sind wir nun endlich so weit. Nur noch ein paar Tage bis zum Start. Alle Kurskorrekturen sind abgeschlossen, es sieht gut aus. Ich dränge die Ingenieure alles doppelt und dreifach zu überprüfen. Ich will, das wirklich alles glattläuft. Wir hatten anfangs wie zu erwarten einige Schwierigkeiten, schließlich wurde das Schiff nicht für solche Manöver konzipiert. Ich bin nervös. Wenn das schiefgeht…
Da ist noch etwas Jean ist schwanger. Sie weiß nicht, dass ich es weiß.Ich habe den Test im Bad gefunden. Angesichts unserer aktuellen Lage wusste sie wohl nicht, wie sie es mir beibringen soll. Vielleicht fürchtet sie, das könnte meine Urteilsvermögen trüben.
Und damit hat sie recht. Ich wollte ihr heute Abend sagen, dass ich derjenige bin. Ich bin mir nicht sicher, ob ich das jetzt noch kann. Sie wird mich davon abbringen wollen, oder, noch schlimmer, selbst an Bord bleiben. Das kann ich nicht zulassen.

Ungebremst 4/5

Kommunikations-Logbuch:

Kapsel 12, Start, Start, Start. Kapsel 13, Start-Prozedur einleiten.

Kapsel 14, was tust du da? Kapsel 14, bitte antworten. Bitte kommen, verstanden? Abbruch, ich wiederhole, Abbruch! Du bist nicht befugt-

Oh Gott! Explosion in Bucht 14. Notfall. Ich wiederhole: Notfall. Alle verbliebenen Kapseln. Start einleiten.

*radio chirp*

Tom, wo bist du? Der Pilot ist … Er sagt, er würde ohne dich losfliegen. Was geschieht hier?

Jean, wir müssen hier weg, jetzt!

??????? sie alle Passagiere ein und starten sie jetzt.

Tom, das Schiff startet, wo bist du?

Jean, mein Liebling, du musst mir zuhören. Es tut mir leid, es gibt keinen anderen Weg. Ich konnte es dir vorher nicht sagen. Jemand muss an Bord bleiben und dafür sorgen, dass alle hier raus kommen.

Ich verstehe nicht … Warum, warum du?

Es ist meine Verantwortung. Hör mir zu. Du wirst in Sicherheit sein. Ihr beide.

Was? Woher weißt du davon?

Das spielt keine Rolle. Wichtig ist nur, dass ihr bald in Sicherheit seid. Ich liebe dich.

Ungebremst 5/5

Chef-Ingenieur - Logbuch:
Wir sind jetzt außer Kommunikationsreichweite. Ich sitze hier schon seit Stunden und lausche dem Knistern des toten Signals. Ich dachte, ich wäre darauf vorbereitet, ich hatte meinen Frieden gemacht. Aber zu wissen, dass ich ihre Stimme zum allerletzten Mal gehört habe, dass ich sie nie wieder sehen erde, das macht mich fertig.
Der Captain sagte, man werde die erste Siedlung nach mir benennen. Eine nette Geste, aber ich habe es nicht für die getan. Ich habe es für meine Frau getan und das Kind, das in ihr heranwächst.
Es war das Richtige. Man kann nicht sagen, wann und ob das Schiff jemals anhalten wird. Wir hatten unsere Chance und haben sie genutzt. Ich würde es mit Freuden wieder tun. Mein Kind wird mit Schmutz zwischen den Zehen und dem Himmel über sich aufwachsen.


Demeter

System Mizuchi

Im Orbit um Mizuchi 2, entdeckt von CMDR Chris Varley am 29. August 3304

Zwei Stämme 1/4

Schiffslog -Jahr 5, Tag 234:
Wir haben einen Notfall an Bord. Die Navigation, die Habitate und die Kommunikationsnetze sind von, ähm, Systemausfällen betroffen. Die Lebenserhaltung scheint normal zu arbeiten, aber in den Bio-Systemen haben wir nur genug Energie für wenige Jahrzehnte.

Wir treiben ziellos dahin. Wenn wir nicht bald einen bewohnbaren Planeten erreichen, geht uns in ein paarJahren das Essen aus. Der Kapitän hat befohlen, darüber Stillschweigen zu bewahren. An Bord leben ungefähr 3.000 Menschen - das Letzte, was wir brauchen, ist eine Panik.

Zwei Stämme 2/4

Schiffslog - Jahr 187, Tag 12:
Der Krieg der Vier Stämme geht weiter. Wir, die Mechaniker, kämpfen einmal mehr um unser Überleben. Die Friedenswahrer - verflucht sei ihr Name - haben die Oberhand gewonnen. Nachdem sie sich mit der Kolonie zusammengetan hatten, töteten sie den größten Teil von uns. Wenn es uns aber gelingt, ein Allianz mit den Kultivierern zu schmieden, könnten wir die Lebensmittelvorräte kontrollieren und unsere Vernichtung abwenden.

Dank Gebet und Eifer werden wir siegen. Wir kämpfen für Schraubenschlüssel und Inbus. Wir kämpfen für die Maschine.

Zwei Stämme 3/4

Schiffslog -Jahr 369, Tag 327:
Wir kämpfen immer noch. Wir ringen immer noch um den Sieg über die Mechlords. Ich höre sie in der endlosen Nacht, sie spuken in den Lüftungsschächten wie Geister.

Von Kindheit an erzählten mir die Ältesten von ihren Opfern und Riten. Geh niemals allein raus, warnte mich meine Mutter. Ich tue es trotzdem. Ich muss es tun. Was sollten wir essen, wenn wir uns nicht zum Plündern hinauswagen würde?

Die Mechlords werden mich nicht kriegen -ich bin zu schnell und zu schlau. Meine Sippe hält mich für verrückt, aber das ist mir egal. Sie haben nur Angst. Denken zu viel an die alten Geschichten. Wenn ich einen dieser Machs zu Gesicht kriege, schlage ich ihm den Schädel ein.

Zwei Stämme 4/4

Schiffslog - Jahr 537, Tag 45:
Heute Nacht feiern wir. Das Fleisch unserer besiegten Feinde soll unser Festschmaus sein. Nur wenige sind geblieben, aber sie haben gesiegt Ungebrochen von diesem Grab … diesem ewigen Gefängnis.

Die Sager werden unsere Legende an die Generationen weitergeben. Sie werden von den Letzten Essern berichten, und wir wir aus der Tiefe des Maschinenraums emporstiegen. Wie wir den Thron für uns beanspruchten. Aber heute Abend werden sie an unserer Seite feiern. Und wir werden ewig singen in der Dunkelheit, mit einem Vorhang aus Licht vor uns, von derbevorstehenden Reise kündend.


Epimetheus

System HR 2351

Im Orbit um Planet 4, entdeckt von CMDR Bro x Legend am 02. November 3304

Der Gefangene 1/4

Sträfling #947, Collins, Kommunikations-Logbuch Tag 1:
Hallo? Kann mich jemand hören? Ich glaube, hier liegt ein Irrtum vor. Ich habe mir den Daten-Chip nur geborgt. Ich wollte ihn zurückgeben. Mich hier einzusperren ist wirklich nicht notwendig! Wo sollte ich auch hingehen, wenn Sie mich rauslassen würden? Wir sind hier mitten im All!

Reiß dich zusammen, Callins!

Der Gefangene 2/4

Sträfling #947, Collins, Kommunikabons-Logbuch Tag 3:
Was geht hier vor? Ich höre eine Sirene. Kann mich jemand hören? Ich bin jetzt schon seit zwei Tagen hier drin und niemand ist gekommen, um nach mir zu sehen. Kann mir nicht jemand sagen, was hier los ist … bitte?

Wird das Schiff evakuiert? Ihr könnt mich nicht zurücklassen! Ihr müsst mich hier rauslassen! Ich sollte nicht einmal hier drin sein!

Der Gefangene 3/4

Sträfling #947, Collins, Kommunikations-Logbuch Tag 9:
Kann mich jemand hören? Rede ich hier nur noch mit mir selbst? So geht das schon seit Tagen. Alles ist so still. Ich war froh, als die Sirene endlich verstummte, aber die Stille ist jetzt noch unerträglicher. Wo sind nur alle?

Die automatischen Systeme versorgen mich mit Essen und Wasser und entsorgen meine Hinterlassenschaften. Aber für wie lange noch? Jemand wird das Schiff doch hoffentlich bald finden? Wir können doch nicht ewig durch den Weltraum treiben … oder doch?

Der Gefangene 4/4

Sträfling #947, Collins, Kommunikabons-Logbuch Tag 1.047:
Ich höre Flüstern. Ich kann es in den Luftschächten hören. Das Nichts spricht zu mir. Es will mir etwas sagen, aber ich kann es nicht verstehen. Sicher, wie ich aus dem Gefängnis komme. Oder was es mit diesem Rätsel auf sich hat.

Ich bin unschuldig. Sie wussten, dass ich nichts getan habe, trotzdem haben sie mich hier reingesteckt. Es war ein Test - das weiß ich jetzt. Teil eines größeren Spiels. Ich muss nur die Antwort finden.

Wie lange bin ich schon hier? Eine Woche? Ein Jahr? Vielleicht auch nur ein paar Stunden. Die Isolation lässt einen die seltsamsten Dinge glauben. Ein schwächerer Mann wäre wohl wahnsinnig geworden, aber nicht ich. Nicht Joe Collins.

Joe … Collins. Das bin doch ich, oder?


Golconda

System Upaniklis

Im Orbit um Upaniklis B 3, entdeckt durch ein Megaschiff vom interstellaren Verband für Landwirtschaft infolge eines Notrufes am 05. November 3305

Golconda 1/5

Hier spricht Kapitän Jonathon Forester. Die Kolonie Golconda braucht Hilfe.

Ich weiß nicht, wie ich es sonst ausdrücken soll. An alle, die diese Nachricht empfangen, hier kommt ein Bericht zur Lage. Wir haben an Bord dieses Schiffes eine vollständige Kolonie - Zehntausende von Menschen. Bis vor Kurzem konnten wir uns noch selbst versorgen, aber nun gehen uns langsam die Vorräte aus. Besonders problematisch ist der Mangel an technischen Bauteilen, Luftfilter, Wasseraufbereitung, Leiterplatten, solche Sachen. Es wird von Jahr zu Jahr schwieriger, diese Ausrüstung wieder zusammenzuflicken. Wir können uns nur mit dem behelfen, was wir haben.

Als wäre das nicht genug, geht hier zudem eine Infektionskrankheit um, die die Leute reihenweise auf die Bretter schickt. Grippesymptome, nur schlimmer. Die Leute sterben uns weg. Wir versuchen, so gut es geht mit der Situation umzugehen, aber auch die medizinischen Versorgungsgüter werden knapp. Sollte sich das Ganze zu einer handfesten Epidemie auswachsen, dann haben wir ein echtes Problem.

Daher habe ich entschieden, mich an Sie zu wenden, wer immer Sie auch sein mögen. Ich hoffe, die Technologie hat sich weiterentwickelt und unser Signal erreicht hier draußen überhaupt jemanden. Es gab hier natürlich auch Widerstande von den anderen. Die Leute hier schätzen keine Einmischung von außen. Aber ich will diese Menschen nicht beunruhigen, indem ich ihnen bezüglich unserer Situation reinen Wein einschenke. Es sind gute Leute, sie sollen keine Angst haben.

Und so sitze ich nun hier und nehme diesen Notruf auf. Vertrauen Sie mir, ich würde das nicht tun, wenn es nicht ernst wäre.

Ich weiß wirklich nicht genau, wie man so etwas anstellt, ist schon eine Weile her. Ich hoffe, Sie verstehen das.

Das war Kapitän Jonathon Forester, Ende.

Golconda 2/5

Doktor Shay Tandis hier. Kapitän Forester bat mich, einen Bericht zur Situation an Bord der Golconda zu verfassen, vor allem in Hinblick auf die aktuell grassierende Infektionskrankheit.

Ich muss dem voranstellen, dass der Versuch, die Lage in Worte zu fassen, unzulänglich erscheint. Es gibt zu viel zu berichten über die Symptome, die Entwicklung unserer Diagnoseverfahren und die existierenden Behandlungsmöglichkeiten. Dennoch werde ich versuchen, mich zum Zwecke dieser Übertragung kurz und prägnant zum Thema äußern.

Bei der Erkrankung - von den Menschen an Bord nur der „Kuss der Auszehrung“ genannt - handelt es sich um einen mutierten Erregerstamm viraler Nasopharyngitis. Einer der Nachteile, wenn Menschen Hunderte von Jahren lang in einer atmosphärisch hermetisch abgeschlossenen Umgebung leben, ist, dass Krankheiten nicht einfach so verschwinden. Ein Schiff dieser Größenordnung lässt sich schwerlich sterilisieren, und so können Krankheitserreger sich ungestört fortentwickeln. Was dieser offensichtlich getan hat.

Antivirale Behandlungsmethoden erweisen sich als wenig effektiv, mit ihnen lässt sich lediglich das Fortschreiten der Krankheit verlangsamen. In den letzten Monaten sind sechs Menschen an dem Infekt gestorben. Unsere medizinischen Versorgungsgüter werden knapp, sie reichen eigentlich nur aus, um die medizinische Grundversorgung zu sichern. Sollte es zu einem veritablen Seuchenausbruch mit Hunderten Patienten kommen, müssten wir auf Maßnahmen wie Quarantäne und Isolation zurückgreifen.

Als mir der Kapitän zum ersten Mal vorschlug, Hilfe von außen anzufordern, war ich ehrlich gesagt skeptisch. Nach reiflicher Überlegung erkannte ich jedoch, dass dies die einzig logische Maßnahme ist. Man kann sich nur vorstellen, welche gewaltigen Fortschritte die Pharmazie in den vergangenen tausend Jahren gemacht hat.
Faszinierend.

Golconda 3/5

Ric Blanchard, Sicherheitschef der Golconda.

Das Wichtigste zuerst. Die Sicherheit der Menschen an Bord hat für mich oberste Priorität. Während meiner Dienstzeit konnten wir die Kriminalitätsrate an Bord um 32% senken. Gewaltverbrechen sind die Ausnahme, in den vergangenen sechs Jahres gab es keinen Mord. Mein Team ist hervorragend ausgebildet und macht der Golconda mit ihren spezifischen Bedürfnissen alle Ehre. Sie denken vielleicht, eine isolierte Kolonie wie diese, mit Tausenden Menschen, die weder Horizont noch Jahreszeit oder anderer Vorzüge eines planetaren Daseins kennen, müsste zwangsläufig ein tragisches Ende finden. Nun, nicht solange ich hier die Verantwortung trage.

Und daher bin ich strikt dagegen, einen Notruf abzusetzen. Die Menschheit ist nicht gerade dafür bekannt, die Rechte und das Wohlergehen indigener Gemeinschaften zu achten. Zur Hölle, wir haben schlicht keine Ahnung, wohin die Menschheit jenseits dieses Schiffes in den letzten tausend Jahren entwickelt hat. Die Risiken sind weit größer, als es die Vorteile sein könnten.

Ich leite den Befehlen des Kapitäns dennoch folge, denn er hat uns bisher nie enttäuscht. Jedem, der diese Nachricht abhört, möchte ich jedoch sagen, dass wir lediglich am Austausch von Waren interessiert sind. Die Kommunikation mit der Bevölkerung an Bord ist strikt verboten. Die Weitergabe von Nachrichten, welche die Entwicklungen jenseits von Golconda betreffen, ist verboten. Ein direkter Kontakt zwischen Außenstehenden und Kolonisten während des Austausches von Waren ist verboten.

Wir konnten bisher alle unsere Probleme selbst lösen. Ginge es nach mir, würde sich auch jetzt nichts daran ändern.

Golconda 4/5

Hier spricht Erin Grey von der Golconda. Es ist meine Aufgabe als Verwalterin, den Bedürfnissen unser Einwohner gerecht zu werden, und dafür zu sorgen, dass alle fair repräsentiert werden. ich soll diese Nachricht wohl aufzeichnen, um die Neugierde derjenigen zu befriedigen, die unser Notrufsignal empfangen. Ehrlich gesagt, weiß ich nicht recht, was ich erzählen soll.

Wir sind mehr als nur eine Kolonie, müssen Sie verstehen. Wir sind eine Familie. Wann immer ein Problem auftaucht, versuchen wir, es gemeinsam zu lösen. Haben wir Erfolg, feiern wir gemeinsam. Wir haben …

Es ist schwer, das in Worte zu fassen. Unsere Vorfahren entschieden sich vor Jahrhunderten, auf diesem Schiff zu bleiben, und das ursprüngliche Ziel nicht länger anzusteuern. Sie taten das, weil ihnen das bereits Erreichte genügte. Die Logs aus jener Zeit zeugen von ihrer Angst davor, die Golconda zu verlassen.

Die Generationenschiffe waren dazu konzipiert, die Kolonisten glücklich, gesund und bei guter Laune zu halten. Und auch wir fühlten und immer wohl hier.

Und dennoch haben alle Dinge ein Ende. Die Krankheit macht uns zu schaffen und unsere Vorräte gehen zur Neige. Nachdem wir so lange für uns selbst gesorgt haben, ist nun die Zeit gekommen, um die Hilfe einer Zivilisation zu bitten, die uns fremd geworden ist,

Der Kapitän glaubt, die Menschheit sei gütig und werde uns zu Hilfe eilen. Sollte jemand diese Nachricht empfangen, werden wir wohl nur zu bald herausfinden, ob er damit recht hat.

Golconda 5/5

Somas Cobb, Seelsorger. Ich diene der Golconda, und die Golconda birgt mich in ihrem Schoß.

Vor langer Zeit hätte man mich einen Priester genannt. Jemanden, der die Autorität besitzt geistlichen Beistand in Übereinstimmung mit den Regeln der Religion zu leisten. Wenigstens ist dies die Aufgabe, die meine Vorgänger erfüllten.

Letztlich gab man die alten Texte zugunsten einer weniger rigiden spirituellen Philosophie auf. Kann man beim Frühstück den kompletten Sternennebel betrachten, macht einen dies nachdenklich. Es gibt nur wenige Dinge, die reinigender wirken als die Erkenntnis der eigenen völligen Bedeutungslosigkeit.

Und nun ist es meine Aufgabe, meine Brüder und Schwestern davon zu überzeugen, dass wir alle wichtig sind. Jeder von uns hat eine Rolle zu spielen. Die Größe der Bühne darf unsere Sorge nicht sein - alles, was zählt, ist, die bestmögliche Vorstellung zu bieten.

Jeder einzelne Mensch an Bord der Golconda kann seine Abstammungslinie bis ins Detail nachvollziehen. In der Gegenwart versenken wir un in Geist und Seele, so können die Stimmen der Vergangenheit unsere Zukunft gestalten. Unser Respekt vor ihnen und der Glaube, den wir ineinander setzen, schafft eine Gemeinschaft der Hoffnung.

Und nun, tausend Jahre später, strecken wir die Hand aus, und hoffen, dass die Menschheit sie greifen wird. Ich frage mich, was uns erwarten wird. Welche Lektionen hat man aus der Geschichte gelernt? Obwohl mich der Gedanke an die Außenwelt nervös macht, fasziniert mich die Frage.

Was ist aus uns geworden?


Hyperion

System Lalande 2966

von Lalande 2966 4 ca. 7000 ls im Supercruise in Richtung Yemaki, entdeckt von CMDR Vall am 27. April 3303

Das gelobte Land 1/5

Fähnrich-Logbuch 54/6
Unsere Reise verläuft störungsfrei. Alle Systeme funktionieren einwandfrei. Wir hatten ein paar Probleme mit den Hydrokultur-Einheiten, aber die Techniker haben das schnell wieder in den Griff bekommen. Einzig erwähnenswert ist wohl der religiöse Eifer, der von einem Teil der Grew und der Passagiere Besitz ergriffen hat. Offenbar gibt es da diesen Jungen - ich denke, er ist etwa 10 Jahre alt - den die Leute als den wiedergekehrten Heiland verehren. Angeblich soll er Wunder wirken können, aber das sind wohl nur Gerüchte. Kommandant Jefferson war wenig begeistert, aber ich konnte ihn beruihgen. Hab ihm gesagt, es wäre schließlich nicht verkehrt, wenn die Leute etwas haben, woran sie glauben können … vor allem auf einer Reise wieder

Das gelobte Land 2/5

Fähnrich-Logbuch 57/9
Die Situation gerät langsam außer Kontroll. Die Verehrung des Kindes - man nennts ihn Zacharias - hat sich zu einer Art Massenhysterie ausgewachsen. Sie huldigen ihm wie einem Messias - Über die Hälfte der Leute an Board glaubt nun, der Junge würde sie ins Gelobte Land führen. Jefferson hat versucht, mit seinen „Jüngern“ zu sprechen, aber für sie ist er längst nicht mehr die höchste Autorität an Board. All das wäre noch halb so schlimm, aber mittlerweile soll es seltsame Zeremonien geben, und einige Menschen werden vermisst. Ich weiß nicht, was Jefferson plant, aber er muss schnell handeln um die Ordnung wiederherzustellen.

Das gelobte Land 3/5

Fähnrich-Logbuch 59/6
Wir haben hier eine Notfallsituation. Kommandant Jefferson … ist tot. Sie haben ihn getötet … nannten es ein Opfer. Er ist mit einem Sicherheitsteam losgezogen, um eine ihrer Versammlungen aufzulösen und Zacharias in Schutzhaft zu nehmen, da haben sie sich plötzlich auf ihn gestürzt. Als Jefferson Zacharias aufforderte, mit ihnen zu kommen, weigerte er sich. Dann befahl er dem Sicherheitsteam, Jefferson aus der Luftschleuse zu werfen … und sie haben ihm gehorcht! Es war, als würde er über geheime Kräfte verfügen - so etwas habe ich noch nie zuvor gesehen.
Jetzt gibt es nur noch mich und ein paar andere, die ihm nicht nachfolgen. Aber es ist besser, sich bedeckt zu halten und zu warten, bis diese Fanatiker ihr Gelobtes Land erreicht haben und sich dann um sie zu kümmern. Ich will nicht der Nächste sein, der einen unfreiwilligen Ausflug in den Weltraum macht!

Das gelobte Land 4/5

Fähnrich-Logbuch 62/4
Mit bleibt nicht viel Zeit. Er wird alle töten … und ich muss ihn stoppen. Es stellte sich heraus, das Zacharias' Gelobtes Land kein fruchtbarer Planet ist. Es ist das eisige Vakuum des Weltraums! Er plant, sämtliche Luftschleusen an Board zu öffnen und alle Korridore und Frachteinheiten leerzufegen. Gerade hat er uns allen das mit seinem dünnen Stimmchen mitgeteilt. Und keiner scheint Einwände zu haben - die glauben, er würde sie auf eine höhere Ebene bringen oder so einen Mist. Bin ich hier der Einzige, der noch bei Verstand ist? Sieht ganz danach aus.
Ich muss ihn aufhalten. Ich habe einen geladenen Karabiner und ich lasse nicht zu, dass sich mir jemand in den Weg stellt. Ich hoffe nur, ich komme noch rechtzeitig.

Das gelobte Land 5/5

AUTOMATIKSYSTEM-NACHRICHT:

SYSTEM-BERICHT: ABSCHALTUNG DER LEBENSERHALTUNGSSYSTEME EINGELEITET UM 09:43 UHR.

MANUELLE ÖFFNUNG ALLER LUFTSCHLEUSEN AUTORISIERT

SCHIFFSREINIGUNG INITIIERT UM 09.52 UHR

++ REINIGUNG ABGESCHLOSSEN ++

++ REINIGUNG ABGESCHLOSSEN ++

++ REINIGUNG ABGESCHLOSSEN ++

++ REINIGUNG ABGESCHLOSSEN ++


Lazarus

System Virudnir

Im Orbit um Virudnir 6, entdeckt von CMDR NazToR4 am 16. September 3303

Antriebslos 1/4

Lazarus-Expedition Lagebericht:
Wir haben hier einen ernsthaften Notfall.

Hat uns völlig überrumpelt, es fühlte sich an, als würden wir mit etwas Großem kollidieren, ein gewaltiger Krach und dann brach hier die Hölle los und sämtliche Systeme schlugen Alarm.

Alle Triebwerke sind offline, bisherige Reparaturversuche blieben erfolglos. Die Indizien deuten auf eines der Kühlsysteme hin, dass bei einem Routinedurchlauf explodiert zu sein scheint Die Trümmer krachten ins Antriebssystem, richteten große Schäden an, es gab weitere Explosionen und … um es kurz zu machen: das Schiff hat keinen Antrieb mehr. Wir driften, kein Triebwerk, keine Möglichkeit, den Kurs zu ändern.

Wir hatten noch Glück, dass uns das Kraftwerk nicht um die Ohren geflogen ist Dann gäbe es jetzt keinen Bericht.

Antriebslos 2/4

Lazarus-Expedition Lagebericht:
Nach Wochen vergeblicher Reparaturversuche müssen wir der Wahrheit ins Auge sehen: Die Lazarus wird nirgendwohin fliegen.

Uns bleiben jetzt zwei Optionen:

An Bord zu bleiben und weiter ziellos durchs All zu treiben. Unsere erneuerbaren Ressourcen reichen für Generationen, sie sind aber nicht unendlich. Die Lazarus ist kein Luxusliner. Das Kapital reichte gerade für die Basisausstattung und genügend Vorräte für die vorgesehene Reisezeit. Wir haben ein paar Notfall reserven hinzugefügt, aber auch das verschafft uns höchstens zehn zusätzliche Jahre. Also würden sich unsere Ur-Urenkel irgendwann mit dem Problem herumschlagen müssen. Die Vorstellung gefällt mir nicht. Ich will nicht, dass spätere Generationen sich mit unseren Fehlern befassen müssen, während wir alle Ressourcen aufbrauchen.

Was mich zu Möglichkeit zwei bringt.

Wir demontieren das Schiff und bauen daraus so viele Rettungsschiffe wie möglich. Das Ding wurde für so etwas konzipiert, wir sollten daraus unsere Siedlungen bauen, wenn wir unser Ziel erreicht hätten. Wenn wir alles Nötige vom Schiff haben, sollte es uns gelingen, einen Planeten zu erreichen - vorausgesetzt er ist nicht zu weit entfernt. Wir haben ein bisschen recherchiert und festgestellt, dass es in der Region, auf die wir abzielen, bewohnbare Welten gibt.

Es wird Monate, wenn nicht gar Jahre dauern, aber ich denke, es ist die beste Entscheidung. Schließlich haben wir Zeit, und Hoffnung ist ein starker Antrieb.

Antriebslos 3/4

Lazarus-Expedition Lagebericht:
Der Bau der Rettungsschiffe ist fast abgeschlossen und die Nervosität beginnt mir den Schlaf zu rauben. Ich rede mir ein, dass es nur die Aufregung ist über das, was wir erreicht haben. Aber das sind nur Lügen, um mich selbst zu beschwichtigen.

Der wahre Grund für meinen Schlaflosigkeit ist, dass ich ahne, was da auf uns zukommt Trotz aller Vorschriften ist die Zahl der nicht-lizenzierten Geburten dramatisch angestiegen. Die Menschen waren einfach zu optimistisch. Ich wusste, welche Macht die Hoffnung hat, aber ich vergaß, dass sie die Menschen auch blenden kann.

Kurz gesagt: Wir haben an Bord der Rettungsschiffe nicht genug Platz für alle.

Also muss ich einmal mehr eine schwere Entscheidung treffen.

Mein Vorschlag wird nicht auf Begeisterung stoßen. Aber es wird gerecht zugehen.

Eine alte Seefahrtstradition der Erde besagt Frauen und Kinder zuerst. Daran werden wir uns halten. Wir versuchen, keine Familien zu trennen. Die Übrigen werden gebeten, sich freiwillig zu melden. Ich kann nur hoffen. dass das ausreicht. Wenn nicht, werden die letzten Plätze ausgelost.

Antriebslos 4/4

Lazarus-Expedition Lagebericht:
Das letzte der Rettungsschiffe ist gestartet. Jedes davon nimmt Kurs auf ein Ziel innerhalb seiner Reichweite. Wir dachten, es wäre klüger, verschiedene Zielpunkte auszuwählen, nicht alles auf eine Karte zu setzen. Alles, was wir tun können, ist zu hoffen: Dass sie es schaffen, dass die Planeten, auf denen sie landen, lebensfreundlich sind, dass ihm Gemeinden wachsen und gedeihen.

Für uns hier an Bord gibt es keine Hoffnung mehr. Wir leben unser Leben im Bewusstsein, dem Tod geweiht zu sein, aber wir haben dieses Opfer gebracht, damit andere leben können.

Letztlich haben wir uns alle freiwillig gemeldet. Das ist der Geist der Humanität. Die Menschen streiten sich gern um Kleinigkeiten, aber wenn es hart auf hart kommt, halten sie zusammen.

Dies ist unser letzter Eintrag, ich werde unseren Niedergang nicht dokumentieren. Dies ist nicht länger unsere Geschichte. Sie gehört jetzt all jenen, die dort draußen auf dem Weg in ein neues Leben sind. Eine Geschichte der Hoffnung, des Triumphes und der Solidarität.

Dies ist die Lazarus-Expedition … ich melde mich ab.


Lycaon

System Alaunus

von Alaunus 10 ca. 22000 ls im Supercruise in Richtung Horae, entdeckt von CMDR Lexic Meise am 23. April 3303

Verseuchung 1/5

Medizinisches Logbuch 2379/2
Keine besonderen Vorkommnisse. Ein paar kleinere Verletzungen, ein paar Wehwehchen bei den empfindlicheren Crewmitgliedern un einige Grippeinfektionen, was nicht weiter verwunderlich ist, wenn so viele Menschen auf so engem Raum leben. Es sieht allerdings so aus, als würder der aktuelle Erregerstamm immun gegen die Impfstoffe, die wir an Board entwickelt haben.

Einzig erwähnenswert ist eine harmlose Verletzung eines Mitglieds des Überwachungsteams. Gottleib zog sich eine Platzwunde zu, als er auf einem nahegelegenen Asteroiden eine Mineralprobe entnahm. Sein Anzug wurde beschädigt, aber konnte ihn provisorisch abkleben, bevor schlimmeres geschah. Ich hoffe, die Probe, die er genommen hat, ist die Narbe wert, die ihm von diesem Unfall bleiben wird.

Verseuchung 2/5

Medizinisches Logbuch 2387/8
Wir haben einen bedrohlichen Notfall an Board. Der Grippe-Erregerstamm, der hier grassiert, ist jetzt komplett resistent gegen alle unsere Impfstoffe und Medikamente. 13% der Besatzung sind bereits infiziert, bisher haben wir acht Leute verloren. Wir haben Notfall-Maßnahmen ergriffen und alle Infizierten unter Quarantäne gestellt. Unsere Epidemiologin Dr. Munroe arbeitet rund um die Uhr an einer Lösung des Problems - ich bin sicher, dass sie in Kürze ein Heilmittel finden wird.

Verseuchung 3/5

Medizinisches Logbuch 2463/5
Dr. Munroe hat etwas entdeckt, was mir das Blut in den Adern gefrieren lässt. Der Erreger hat nichts mit den an Bord grassierenden Grippeviren zu tun - vielmehr handelt es sich um eine völlig fremdartige Struktur. Er ist nicht menschlichen Ursprung, sondern stammt von Gottleib, dem Wissenschaftler, der sich vor einigen Tagen verletzt hat. Was auch immer das für ein Mineral war, von dem er eine Probe gezogen hat, es muss in seine Blutbahn gelangt sein. Und ist nun zu einem hoch aggressiven Krankheitserreger mutiert. Munroe gelingt es nicht, den verantwortlichen Mikroorganismus zu isolieren. Es breitet sich aus… schnell. Die Quarantäne war wirkungslos und die Leute geraten in Panik. Wir tun alles, was in unserer Macht steht, um ein Gegenmittel zu finden, aber ich weiß nicht, ob unsere Ressourcen dafür ausreichen…

Verseuchung 4/5

Medizinisches Logbuch 2499/9
Wir sind verloren. Munroe ist vor zwei Tagen gestorben und mit ihr jede Hoffnung auf ein Heilmittel gegen diese Epidemie. Die Hälfte der Besatzung ist bereits tot und 98% der Überlebenden sind infiziert. Die Spezialmannschaften arbeiten rund um die Uhr, um die Leichen im Weltraum zu entsorgen, aber es werden immer mehr … Die gewalttätigen Aufstände haben alles noch schlimmer gemacht. Die Leute haben Angst, sie sind wütend, wissen nicht, was sie tun sollen. Ihre Verzweiflung ist verständlich.

Ich weiß nicht mehr, was ich tun soll. Ich sollte wohl einfach meinen Job machen, auch wenn es sinnlos ist. Immerhin bin ich noch nicht infiziert. Vorerst…

Verseuchung 5/5

Medizinsches Logbuch 2501/7
Ich wusste, ich würde diesem Ding nicht entkommen … Ich bin einer … einer der Letzten. Hier ist es jetzt so still. Einst war es laut und voller Leben und nun … nichts als Stille in den leeren Korridoren. Vielleicht sollte ich einen letzten Spaziergang machen … solange ich noch kann …


Odysseus

System Ross 859

im Orbit von Planet B1, entdeckt von CMDR DarkShadowLYNX am 28. April 3303

Unser neuer Garden Eden 1/5

Odysseus-Rat - Logbuch: Ordnung. Ich werde hier für Ordnung sorgen.

Nun ist es entschieden.

Die Mission hat sich geändert.

Wir, der gewählte Rat der Odysseus, verfügen, dass alle Crewmitglieder an Board verbleiben und alle Ressourcen, die für die schlecht geplante planetarische Kolonisierungsmission vorgesehen waren, umverteilt werden, um die Besatzung der Odysseus fortan zu ernähren und zu erhalten.

Ordnung.

Jeder Versuch, das Schiff zu verlassen, die Entschlüsse des Rates in Frage zu stellen oder die ursprüngliche Mission wiederaufzunehmen werden als Kapitalverbrechen betrachtet. Zum Wohle aller.

Unser neuer Garten Eden 2/5

Persönliches Logbuch: Erster Offizier

Warum sollten wir die Sicherheit unseres Schiffes für eine uns unbekannte, außerirdische Welt aufgeben?

Wir haben hier alles, was wir brauchen. Niemand muss etwas entbehren. Wir haben nachhaltige Lebensmittel, Wasser, medizinische Versorgungsgüter und können alle an Bord mit Energie versorgen. Das hier ist unser Garten Eden, nicht irgendein Gasball, der durch die Leere des Alls rast. Es ergibt keinen Sinn, von hier wegzugehen.

Abgesehen davon haben wir keine Ahnung, was uns in diesen Welten erwartet - vorausgesetzt wir finden dort Nahrung oder Wasser, vorausgesetzt, wir überleben. Dort draußen könnte alles mögliche lauern.

Der Schiffsrat macht die Gesetzte und sie hatten in all den Jahren immer recht. Deswegen haben wir ihn schließlich gewählt.

Die Odysseus ist unser Zuhause und hier bleiben wird. Zum Wohle aller.

Unser neuer Garten Eden 3/5

Logbuch des Sicherheitsoffiziers:
Es ist Jahre her, seit wir zum letzten Mal mit so etwas zu tun hatten und ehrlich gesagt weiß ich nicht, ob wir es schaffen.

Die Krankheit hat sich ausgebreitet, wir haben sie zu spät entdeckt. Als wir endlich herausfanden, um was es sich handelt, war bereits die Hälfte der Menschen infiziert. Die Ringe A und C wurden abgeriegelt, auch das medizinische Personal hat keinen Zutritt. Anordnung des Rates. Da so viele Bereiche des Schiffes unter Quarantäne stehen, haben wir teilweise keinen Zugriff mehr auf die Hauptsysteme des Schiffs.

Wir hätten besser vorbereitet sein müssen. Es ist nicht der erste Seuchenausbruch an Board. Zur Zeit meines Vaters kam es nach einem Meteoritensturm zu einer Epidemie. Es gab Aufstände und viele wurden krank. Aber wir haben das durchgestanden. Die Einheiten wurden wieder aufgebaut. Das hier … ist anders.

Der Rat hat den Ausnahmezustand verhängt, es gilt eine Ausgangssperre. Jeder Infizierte wird in Quarantäne abegeschoben. Sie sagen, es sei zum Wohle aller, aber ich weiß nicht recht. Ich kann nicht mehr klar denken.

Unser neuer Garten Eden 4/5

Logbuch des Sicherheitsoffiziers:
Als wäre es nicht schon schlimm genug, dass die Krankheit uns alle umbringt, hat der Rat jetzt den Befehl gegeben und irgendjemand hat irgendwo einen Schalter umgelegt. Sie haben alles leergefegt. Ring A, C und die medizinischen Abteilungen, die Frachträume, alles. Jeden Ort, an dem es auch nur kleinste Anzeichen einer Infektion gab. Hunderte Menschen, hinausgesaugt in den Weltraum, Hunderte andere, die einfach erstickten. Zum Wohle aller.

Wir wurden aufgezogen in dem Glauben, dass der Wille des Rates über allem steht. Sie regieren, sie herrschen für uns alle. Aber das…

Es gibt Gerüchte über eine Bewegung, die den Rat stürzen will, sie wollen das Schiff verlassen und sich in der nächten bewohnbaren Welt ansiedeln. Nach all den Jahren kann sich keiner mehr an ein Leben außerhalb der Odysseus erinnern. Es ist ein Traum. Wir wüssten nicht, was wir tun sollen, wenn wir auf einem Planeten an Land gehen. Ich gehöre zur fünften Generation, alles, was ich kenne, ist dieses Schiff, der Rat und das Gesetzt. Auf einem fremden Planeten zu landen, würde vermutlich unseren Tod bedeuten. Der Rat wird es nicht zulassen. Es gibt nur einen Weg, dieses Schiff zu verlassen.

Unser neuer Garten Eden 5/5

Schiffslog, letzter Eintrag:
Sie dachten, sie hätten den Erreger ausgemerzt. Wir alle dachten das. Wir haben gekämpft, zum Wohle aller. Wir haben die Toten beweint, zum Wohle aller. Der Rat schloss Fireden, zum Wohle aller. Wir existieren, wir erinnern uns, wir weinen. Alles zum Wohle aller.

Zwanzig Jahre lang haben wir existiert.

Aber man kann es nicht umbringen, es versteckt sich, es zieht sich zurück, es mutiert und dann greift es dich wieder an.

Immer gleich und doch immer wieder neu. Stärker, tödlicher.

Nun ist nichts mehr übrig, keine Menschen, kein Rat, keine Gesetzte, nur die Krankheit.

Diese Aufnahme dient Ihrer Warnung, kommen Sie nicht an Board dieses Schiffes. Hier herrscht der Tod. Beklagen Sie die Opfer, erinnern Sie sich, aber halten Sie sich fern. Zum Wohle aller.


Phanes

System Cephei Sector NX-U B2-0

Im Orbit um Planet B5, entdeckt von CMDR Nexusprime am 24. August 3304

Die letzten Menschen 1/4

Oberfähnrich Noonan - Persönliches Logbuch 512/9:
Ich muss zugeben, manchmal erscheint mir unsere Mission sinnlos. Es ist immer noch schwer zu akzeptieren, dass wir die letzten Menschen in der Galaxie sind. Aber wer bin ich, mich gegen das Kommando aufzulehnen?
Details Über das Ende der Menschheit sind rar, jedes Gespräch darüber verboten. Es kursieren aber Gerüchte über ein große Katastrophe. Sol fiel als erstes, gefolgt von allen anderen bewohnten Systemen der Kernwelten. Eine Seuche, Hungersnot, Krieg, es könnte alles gewesen sein. Alles was ich weiß ist, dass wir das letzte Überbleibsel der Menschheit sind. Und wir müssen ein neues Zuhause finden, wenn unsere Art überleben soll.
Wer weiß, was ohne das Kommando geschehen wäre. Sie haben uns jahrhundertelang angeführt und beschützt. Wenn ich mich als nützlich erweise, nehmen sie mich eines Tages vielleicht sogar in ihren Reihen auf. Aber vorerst erfülle ich meine Aufgabe hier so gut ich kann.

Die letzten Menschen 2/4

Oberfähnrich Noonan - Persönliches Logbuch 576/4:
Ein wirklich seltsamer Tag. Ich habe Admiral Kerr auf einem Rundgang durch das Schiff begleitet. Eigentlich habe ich seinen Rollstuhl geschoben, während er vor sich hinmurmelte und den guten alten Zeiten nachhing. Jeder weiß, dass man den Admiral schon vor Jahren in den Ruhestand hätte schicken müssen - er hat ganz offensichtlich nicht mehr alle Sinne beisammen. Trotzdem sagte er etwas Seltsames. Als wir an der Kommunikationszentrale vorbeikamen, verlangte er, wir sollten einen Lagebericht nach Sol schicken. Ich versuchte ihm zu erklären, dass es kein Sol mehr gibt, aber er bestand darauf. Dann verstummte er plötzlich, als hätte er versehentlich etwas ausgeplaudert. Den Rest der Zeit sagte er kein Wort mehr.
Ich weiß nicht, ob ich das dem Kommando melden sollte. Über Sol zu sprechen, ist schließlich verboten. Ich will aber auch nicht, dass der alte Zausel Schwierigkeiten bekommt In diesem Alter ist es kein Wunder, dass er ein bisschen wirr ist.

Die letzten Menschen 3/4

Oberfähnrich Noonan - Persönliches Logbuch 612/8:
Die Sache mit Admiral Kerr wollte mir nicht mehr aus dem Kopf gehen, also habe ich Nachforschungen angestellt. Das war falsch von mir, ich weiß, aber ich musste immer wieder an seine Worte denken. Ich habe seine ID-Karte benutzt, um mir Zugang zum Archiv zu verschaffen. Ich wünschte fast, ich hätte es nicht getan.
Wir sind nicht die letzte Bastion der Menschheit. Das war eine Lüge. Eine Täuschung, die alle hier an Bord in die Irre führen sollte.
Unsere Mission hätte schon vor Generationen enden sollen, aber als das Schiff sein Ziel erreichte, stellte sich heraus, dass der Planet unbewohnbar war. Die Menschen wollten umkehren, aber das Kommando entschied, dass man nach einer anderen Kolonie suchen würde. Es gab einen Aufstand, den man gewaltsam niederschlug. Die Berichte über die angebliche Auslöschung der Menschheit sollten uns dauerhaft ruhigstellen. Es war alles ein Lüge.
Was soll ich mit diesem Wissen anfangen? Würde mir überhaupt jemand glauben?

Die letzten Menschen 4/4

Oberfähnrich Noonan - Persönliches Logbuch 625/7:
Ich wollte nicht dass die Dinge aus dem Ruder laufen, aber die Menschen haben ein Recht auf die Wahrheit Ich habe es nur wenigen Personen erzählt die mir vertrauenswürdig erschienen, aber die Nachricht verbreitete sich wie ein Lauffeuer. Nach wenigen Stunden sah sich das Kommando einem wütenden Mob gegenüber. Die Leute drohten mit Meuterei, das Kommando antwortete mit Gewalt.
Auf dem Schiff tobt ein erbitterter Konflikt. Zwei Fraktionen haben sich gebildet - eine, die in die Kernwelten zurückkehren will, und ein zweite, die die Mission fortführen möchte.
Es sterben Menschen, und all das ist mein Fehler. Warum habe ich es ihnen erzählt? Nun kann ich nur noch versuchen, das Blutvergießen zu stoppen, bevor alles zu spät ist.


Phobos

System Coelachi

Nahe Planet 1, entdeckt von CMDR SWiFT ViiZIONS und CMDR NEXTMHGDANGER am 08. August 3304

Nicht willkommen 1/4

Logbuch des medizinischen Offiziers 6933:
Wir haben es geschafft. Wir sind auf der Oberfläche und die Habitate sind voll funktionsfähig. keine Versorgungsflüge mehr zum Schiff und wieder zurück. Wir haben fünf Siedlungen in dieser Region errichtet, weitere zehn sind in den anderen bewohnbaren Regionen entstanden. Die gewählten Anführer jeder Gruppe haben ihre Stimme abgegeben und die Mission zum Erfolg erklärt. Viele der Siedlungen haben ihre Landeschiffe stillgelegt und den Beginn des neuen Lebensabschnitts sogar mit Zeremonien gefeiert.

Unsere neue Heimat erweist sich jedoch als weniger gastfreundlich als wir gehofft hatten. Ein großer Teil der einheimischen Flora und Fauna ist offenbar giftig und hoch aggressiv. Mehrere Crewmitglieder wurden angegriffen, als sie auf der Suche nach Nahrung und Material unterwegs waren, leider sind mittlerweile bei diversen Zwischenfällen mit giftigen Pflanzen auch einige Menschen ums Leben gekommen.

Siedlung Alpha und Beta berichten ebenfalls über Probleme, dort wurden sie von Tieren angegriffen. Den Berichten nach hat es sie hart getroffen, es sind komplette Mannschaften ausgelöscht worden. Wir haben die Wachposten verstärkt, um die Siedlungen zu schützen, aber wir sind keine militärische Operation, nur Kolonisten und Forscher. Für die Sicherheit soll ein ehemaliger Sicherheitsoffizier sorgen. Mit so einer feindseligen Umgebung haben wir einfach nicht gerechnet.

Nicht willkommen 2/4

Logbuch des medizinischen Offiziers 7463:
Die Kreaturen sind in unsere Habitate eingedrungen, oh Gott, es war das reinste Massaker. So viele sind gestorben, Frauen, Kinder. Sie haben sie gefressen … Ich glaube, mir wird schlecht.

Wir können hier nicht bleiben. Correll hat alle zusammengetrommelt, die er finden konnte, und wir machen uns auf den Weg zur Siedlung Delta in den Bergen östlich von hier. Hoffentlich finden wir dort Schutz. Correll meinte, sie hätten ihr Landeschiff dort sicherheitshalber nicht stillgelegt. Vielleicht kommen wir damit ja zum Schiff zurück.

Nicht willkommenn 3/4

Logbuch des medizinischen Offiziers 7467:
Wir haben heute Morgen Siedlung Delta erreicht, aber … dort ist niemand mehr. Es gibt Anzeichen eines Kampfes und in den größeren Gebäuden haben wir Barrikaden gefunden. Sieht so aus, als hätten sie Zuflucht im Haupt-Habitat gesucht. Was immer sie angegriffen hat, hat sich jedoch bis zu ihnen durchgegraben.

Ich werde das Gefühl nicht los, dass diese Tiere uns beobachten, belauern. Es fühlt sich an, als würden wir gejagt.

Wenigstens die Gerüchte über das Landeschiff haben sich bestätigt. Es ist hier und voll funktionsfähig. Offenbar haben unsere Freunde es in eine Art Denkmal verwandelt, statt es zu demontieren, so wie der Rest von uns. Wir konnten das Signal unseres Schiffs im Orbit lokalisieren und haben alle für einen Start nötigen Berechnungen angestellt Unser einziges Problem sind die Brennstoffzellen, sie sind leer. Huke, unser Ingenieur, glaubt, er könnte aus einem der anderen Gebäude Ersatz beschaffen. Es wird nicht lange dauern, ein paar Tage vielleicht. Wir können jetzt nur warten und wachsam bleiben.

Nicht willkommen 4/4

Logbuch des medizinischen Offiziers 7475:
Irgendwie ist eines dieser Dinger tatsächlich mit an Bord gelangt Es muss sich im Landeschiff versteckt haben.

Wir konnten es in der Agrareinheit festsetzen, davor hat es noch drei von uns getötet. Halil wird die Nacht wohl nicht überstehen, das Ding hat ihn übel zugerichtet. Wir können ihm nur Medikamente gegen die Schmerzen geben. Huke und ich haben nun keinen Zugang zur Agrareinheit mehr, unsere Zeit läuft also ebenfalls ab. Wir waren gerade dabei, die Systeme hochzufahren, als das Ding uns angegriffen hat. Uns bleiben nur die Vorräte aus dem Landefahrzeug, für wenige Tage. Moment … was war das?

Nein, nein, nein … Wie ist es da rausgekommen?! Das kann nicht sein … Das kann nicht sein.


Pleione

System Hez Ur

Von Hez Ur 5 8000 ls in Richtung Teuten, entdeckt von CMDR Carbucketty am 05. Mai 3303

Der Chromosomen-Zwischenfall 1/4

Medizinisches Logbuch 247/4
Ich habe mich mit einigen Statistiken beschäftigt, und es könnte ein Problem geben. Während der letzten drei Monate hat sich bei 75% aller Schwangerschaften ein männlicher Fötus entwickelt. Bisher noch nichts, worüber man sich Sorgen machen müsste. Trotzdem denke ich, dass mein Vorgänger einen Fehler gemacht hat, weil er auf das nötige Equipment verichtete, um im embryonalen Stadium Einfluss auf die Geschlechtsausbildung nehmen zu können. Ich verstehe zwar die ethischen Bedenken, aber das könnte uns jetzt in Schwierigkeiten bringen. Ich kann nur hoffen, dass Mutter Natur das Gleichgewicht wiederherstellt.

Der Chromosomen-Zwischenfall 2/4

Medizinisches Logbuch 320/9
Die Situation ist jetzt kritisch. Wir hatten in den letzten neun Monaten kein einziges weibliches Neugeborenes und bei alen aktuellen Schwangerschaften wurden nur männliche Föten generiert. Ic versuchte, dem Problem auf den Grund zu gehen und musste feststellen, dass kein einziges Mitglied der Besatzung männliche Keimzellen mit XX-Chromosom produziert. Das bedeutet, das wir auch bei einer künstlichen Befruchtung keine Zygoten erzeugen können, die sich zu einem weiblichen Embryo entwickeln. Ich weiß nicht, wie dieses Problem zu lösen ist, denn wir haben keine Proben an Bord, die wohl XY- als auch XX-Chromosomen enthalten - ein weiterer Fehler meines Vorgängers. Wenn ich die Ursacher dieser Anomalie finde, könnte mich das weiterbringen. Noch ist Zeit, das Problem zu beheben, allerdings könnte diese Angelegenheit im schlimmsten Fall den Erfolg der Mission durchaus gefährden.

Der Chromosomen-Zwischenfall 3/4

Medizinisches Logbuch 398/1
Nach all den Jahren habe ich mich mit der Tatsache abgefunden, dass es für dieses Problem keine Lösung gibt. Das letzte Besatzungsmitglied im gebärfähigen Alter hat heute einem Jungen das Leben geschenkt. Sie ist 69 Jahre alt. Selbst wenn mir jetzt noch die rettende Idee käme, selbst wenn ich Stimulanzien und Gen-Therapien erfolgreich einsetzten könnte, wäre keine der Frauen an Bord noch in der Lage, ein Kind auszutragen.

Der Chromosomen-Zwischenfall 4/4

Medizinisches Logbuch 537/5
Dies wird mein letzter Eintrag sein. Die Männer an Bord bereiten sich auf die Evakuierung vor. Sie wissen, dass die Mission gescheitert ist und wollen hier nicht sterben. Ich kann ihnen keine Vorwürfe machen. Ich hätte mit ihnen gehen können, aber ich wollte nicht. Es ist nur richtig, das ich mit der Mission untergehe. Ich wünsche ihnen viel Glück.


Spear of Hope

System HIP 21654

Im Orbit um Planet 1, entdeckt von CMDR Nemaroth am 23. November 3304

Zwille 1/4

Techniker Farrow, Arbeitslogbuch 043-56:
Sieht so aus, als hätte eine der Pathfinder-Sonden eine Fehlfunktion. Wäre eigentlich keine große Sache, aber wir haben schon zwei von den Dingern verloren, und langsam werden sie knapp. Bei der Suche nach einem bewohnbaren Planeten benötigt man so viele funktionierende Sonden wie möglich. Und das heißt, dass man persönlich da rausgehen muss, um sie zu reparieren.

Technisch dürfte das kein Problem sein, aber die Sonde ist Lichtjahre weit entfernt Das Wartungsshuttle wird sechs Monate brauchen um hinzukommen und weitere sechs Monate für den Rückflug. Ich werde ein Jahr allein sein.

Vielleicht überlässt mir ja jemand seine Kaffee-Ration.

Zwille 2/4

Techniker Farrow, Arbeitslogbuch 943-97:
Ich bin gerade auf die Spear of Hope zurückgekehrt, nachdem ich die Pathfinder-Drohne repariert hatte. Das Problem ist nur … das hier ist jetzt ein Geisterschiff. Alle wurden evakuiert.

Ich habe die Logbücher überprüft und offenbar hat die Crew vor etwa acht Monaten einen geeigneten Planeten gefunden. Die Spear of Hope wäre daran vorbeigeflogen, also leiteten sie eine Not-Evakuierung ein. Im Logbuch steht, dass die über 5.000 Passagiere innerhalb einer einzigen Stunde das Schiff verlassen haben. An den einsamen Techniker da draußen im All hat wohl niemand gedacht.

Jetzt muss ich mir nur noch überlegen, wie ich zu ihnen kommen kann. Aber Herausforderungen mochte ich schon immer.

Zwille 3/4

Techniker Farrow, Arbeitslogbuch 944-01:
Jedes einzelne Schiff und jedes Shuttle ist verschwunden. Es gibt auch keinen Triebstoff mehr, mein Shuttle ist jetzt also auch nutzlos. Ich kann noch nicht einmal die Treibstoffleitung der Spear of Hope anzapfen. Aber noch ist nicht alles verloren.

Ich habe einen Blick auf die Pläne des Antriebs geworfen, und ich denke, ich könnte die Flugbahn des Schiffs mithilfe eines nahegelegenen Sterns neu ausrichten. Die Idee ist, nahe genug an den Stern heranzukommen, um sein Schwerkraftfeld nutzen zu können, und mich davon wie von einer Zwille wegschleudern zu lassen.

Meine Chancen stehen allerdings nicht allzu gut.

Zwille 4/4

Techniker Farrow, Arbeitslogbuch 944-04:
Ich bin die Zahlen noch mal durchgegangen … und ich glaube, es könnte funktionieren. Der Haken ist, dass es einige Zeit dauern wird, den nächsten geeigneten Stern zu erreichen. Ziemlich lange sogar. Wenn meine Berechnungen stimmen, würde ich den Planeten in etwa … 93 Jahren erreichen.

Ich habe meine Berechnungen endlos oft durch den Computer gejagt, das Ergebnis ist immer dasselbe. Wenn ich zum nächsten Mal einen lebenden Menschen sehe, bin ich 132 Jahre alt. Ich hoffe, auf diesem Planeten gibt es ein nettes Altersheim.


Thetis

System Nefertem

im Orbit Mond 6A, entdeckt von CMDR Rhaider am 28. April 3303

Wahnsinn und Geister 1/5

Kommunikations-Log 905.2.34
Es ist gewohnt ruhig hier draußen im leeren Raum. Vor Kurzem wurde unser erstes Kind der neunten Generation geboren. Damit beläuft sich die aktuelle Bevölkerungszahl auf 17.401. Abgesehen davon keine besonderen Vorkommnisse. Mit Ausnahme einiger seltsamer Meldungen von Bewohnern des nördlichen Endes von Deck C, die behaupten, aus den Kommunikationsanlagen in ihren Apartments ein seltsames Flüstern gehört zu haben. Ich habe ein paar Techniker losgeschickt, die der Sache auf den Grund gehen sollen.

Wahnsinn und Geister 2/5

Kommunikations-Log 907.6.34
Wir haben an Bord eine Notfallsituation. Hier wütet irgendeine Epidemie, die die Leute wahnsinnig werden lässt. Ich konnte das auf ein digitales Signal innerhalb der Kommunikationsmatrix zurückführen, das auch weiterhin sendet. Auf Deck C hat es angefangen, mittlerweile wurden sämtliche Bewohner der Decks C bis F massakriert. Sie haben einfach angefangen, sich gegenseitig umzubringen.

Ich habe das Signal isoliert, vorerst konnte ich es also stoppen. Jetzt muss ich nur noch die Quelle identifizieren. Wenn ich die richtige Frequenz finde, sollte es nicht allzu schwierig sein, das Signal zu löschen. Ich würde nur zu gern wissen, wie die Nachricht lautet, aber ich habe zu große Angst, sie mir anzuhören.

Wahnsinn und Geister 3/5

Kommunikations-Log 908.7.34
Ich habe es geschafft. Ich konnte das Signal dechiffrieren und die Quelle identifizieren. Jetzt bin ich noch verwirrter als zuvor. Das digitale Signal stammt offenbar von einem unbewohnten Planeten, den wir vor 15 Lichtjahren passiert haben. Wer der Absender ist und wie es die Kommunikationsmatrix infizieren konnte, weiß ich nicht.

Das ist jedenfalls die gute Nachricht. Die schlechte lautet: Ich habe mir die Botschaft angehört. Ich habe versucht, sie durch den Übersetzter zu schicken und vergessen, dass der Lautsprecher an ist. Es sind immer und immer wieder dieselben Worte, ein kaum hörbares Wispern, das sagt: „Töte sie alle“ …

Wahsinn und Geister 4/5

Kommunikations-Log 900.0.04
Blut. Überall Blut. Die Wände sind damit verschmiert, die Leute haben damit Wörter an die Wände geschrieben, in einer Schrift, die ich nicht kenne. Ich bin jetzt allein auf dem Kommunikationsdeck. Pearson war bis zuletzt bei mir, aber ich musste ihm die Kehle durchschneiden, um ihn daran zu hindern… ihn daran zu hindern… Ich weiß nicht mehr, woran ich ihn hindern musste, aber egal … er ist jetzt tot.

Ich kann da draußen Leute hören. Manche atmen kaum mehr, andere sind noch auf den Beinen. Ich muss sie finden. Sie zum Schweigen bringen … Muss …

Wahnsinn und Geister 5/5

K_mm_ Lo_ 000.0.00 ….k. l……h.m…………l……………..


Venusian

System Kitae

ca. 1000 ls im Supercruise in Richtung Zephyrus, entdeckt von CMDR Klumpozyte am 26. April 3303

Ungebetener Besuch 1/4

Sicherheits-Logbuch: Generationenschiff Venusian
Hier spricht Officer Gant. Ich weiß, ich habe nicht viele dieser Einträge gemacht - das war bisher nicht nötig - aber die jüngsten Ereignisse zwingen mich, Aufzeichnungen anzufertigen. Die Venusian ist seit Monaten ohne Zwischenfälle unterwegs, wenn man einmal von den üblichen Kantinenstreitereien und ein paar Handgemengen in der Bar absieht. Vor Kurzem haben die Sensoren jedoch einige Hitzesignale aufgefangen, obwohl es keine Anzeichen anderer Schiffe gab… bis heute.
Zwei kleine Schiffe mit unbekannter Signatur tauchten kurz auf den Sensoren auf, dann gingen sie in den Supercruise und verschwanden. Wir wissen weder, woher sie kamen, noch kennen wir ihr Ziel. Alle Versuche einer Kontaktaufnahme wurden mit Schweigen quittiert. Unser XO Deacon denkt, es gebe keinen Grund zur Sorge, aber ich muss gestehen, ich bin nervös. Jedenfalls halten wir die Augen offen das Kommunikationsteam befindet sich in Alarmbereitschaft. Vielleicht hat das alles ja auch nichts zu bedeuten.

Ungebetener Besuch 2/4

Sicherheits-Logbuch: Generationenschiff Venusian
Sie kamen aus einem Gasnebel, eine Piratenflotte, alle Arten von Schiffen, einige davon hochmodifizert. Aber jedes einzelne von Ihnen war rot. Blutrot. Unsere automatischen Verteidigungssysteme erwiesen sich als nutzlos, die Kriminellen durchbrachen die Hülle mit Minenlasern. Bevor sie eindrangen, ist es mir gelungen eine kleine Verteidigungseinheit zusammenzutrommeln, aber wir konnten sie nicht aufhalten. Zuerst leisteten wir tapfer Widerstand, aber nachdem unsere besten Männer gefallen waren, mussten wir aufgeben. Uns blieb nichts anderes übrig, als den geordneten Rückzug anzutreten und zu versuchen, so viele Menschen wie möglich zu retten. Deacon konnte noch einige Kräfte sammeln und wir drängten sie lange genug zurück, um nach achtern zu gelangen. Ich weiß nicht, wie lange wir durchhalten. Deacon denkt an Verhandlungen, aber das sind Piraten auf Sklavenjagd. Sie werden nicht aufgeben, bis wir alle tot sind oder in Ketten liegen. Und den Tod würde ich der Sklaverei allemal vorziehen.

Ungebetener Besuch 3/4

Sicherheits-Logbuch: Generationenschiff Venusian
Mir bleiben nur noch ein Dutzend Männer, dasselbe gilt für die Plasmazellen meines Karabiners. Wir haben hier etwa hundert Zivilisten, die sich auf uns verlassen. Wir werden kämpfen bis zum letzten Mann, um sie zu beschützen.
Deacon ist verschwunden. Ob geflohen oder gefangen genommen, ich weiß es nicht. Ich hoffe, er konnte fliehen und es gelingt ihm Hilfe zu holen.
Ich weiß, dass ich mir etwas vormache. Wir sind erledigt, es ist nur noch eine Frage der Zeit, bevor sie unsere Verteidigung durchbrechen. Spielt keine Rolle - ich kämpfe bis zuletzt. Sie werden mich nicht lebend kriegen.

Ungebetener Besuch 4/4

Sicherheits-Logbuch: Generationenschiff Venusian
Unsere Barrikaden wurden durchbrochen. Wir stehen unter schwerem Beschuss. Es wird nicht lange dauern.
Deacon! Verdammt soll er sein, es war Deacon, der uns das eingebrockt hat. Er hat den Piraten gezeigt, wie sie unsere Verteidigung umgehen können, hat ihnen Zugang zu den Wartungstunneln verschafft.
Ich stehe im Kugelhagel. Wenn ich das Feuer nur solange erwidern könnte, um Deacon ins Visier zu nehmen! Ich bräuchte nur einen einzigen Schuss, um dien Hurens-

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