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Die Pilotenvereinigung

Die Pilotenvereinigung gibt es schon seit sehr langer Zeit. Sie wurde 2805 gegründet, zu einer Zeit, als es immer mehr Privatbesitzer kleinerer Raumschiffe gab, dank der in den vorhergegangenen Jahrzehnten auf den Markt gekommenen, äußerst preisgünstigen modularen Schiffsdesigns.

Die Vereinigung wurde ursprünglich gegründet, um bei Großbestellungen von Schiffsteilen bessere Preise aushandeln zu können (sodass die Mitglieder von Massenrabatten profitierten). Doch schon bald wurde sie viel mehr. Sie bot ein System, über das vertrauenswürdige Piloten Informationen über Routen austauschen und sich gegenseitig gegen die neue Bedrohung durch die interstellare Piraterie (welche ebenfalls durch die Verbreitung kleiner Raumschiffe ermöglicht wurde) beistehen konnten.

Im Lauf der Jahre fingen einige Mitglieder an, sich mit der Anzahl der von ihnen abgeschossenen Piraten zu brüsten. Es begann inoffiziell, doch schon bald zeigten die Online-IDs einiger Mitglieder ihre Abschüsse. Binnen Kurzem galten Piloten, die nicht über eine solche Angabe verfügten, als „Harmlos“ - was auch bedeutete, dass ihre Dienste auf Routen, auf denen es oft zu Piratenangriffen kam, weniger gefragt waren. Nach und nach traten immer mehr Piloten und Schiffseigner der Pilotenvereinigung bei. Die Vereinigung verlieh ihren Mitgliedern auch eine gewisse Seriosität, nachdem ihr mit ständigem Umherreisen verbundener Lebenswandel begonnen hatte, das Misstrauen der Bewohner auf den Planeten zu wecken - auf einigen Planeten galten sie sogar als Cowboys oder Diebe, die sich bei Konflikten mit dem Gesetz einfach in ein anderes System davonmachen konnten, ohne je Rechenschaft abzulegen.

Die Pilotenvereinigung tolerierte kein unehrenhaftes Verhalten unter ihren Mitgliedern und so trugen die Mitglieder ihre PV-Abzeichen mit Stolz - sie verliehen ihnen ein wenig Respekt bei ihren Geschäften und wirkten ihrem Cowboyimage entgegen.
Quelle: Touristenattraktion 0244
Als ihr Ruf immer bekannter wurde, war die kleine Gruppe schon bald überfordert. Sie konnte unmöglich die gesamte an sie gestellte Nachfrage befriedigen. Deshalb gründete sie die „Elitepilotenvereinigung“.

Es handelte sich dabei um eine Unterorganisation der Pilotenvereinigung, die über ein eigenes System verfügte, um Angebote unter ihren Mitgliedern auszutauschen. Sie war von einer Aura des Geheimnisvollen umgeben. Ihre Mitglieder waren hoch angesehen und es bestand stets große Nachfrage nach ihren Diensten. Ihr Hauptproblem bestand darin, dass es nur so wenige „Elite“-Piloten gab. Viele Piloten machten ein Vermögen und setzten sich zur Ruhe, lange bevor sie die begehrte „Elite“-Wertung erlangten. Das Problem lag darin begründet, dass die Bewertung auf der Anzahl der Abschüsse beruhte. Den weisen Mitgliedern der Gruppe war klar, dass sie im Grunde keine besseren Piloten waren als so mancher jüngerer Pilot mit viel niedrigerer Wertung - sie waren nur schon länger im Geschäft.

Doch andere außerhalb der Gruppe teilten diese Meinung nicht. Sie wollten das Gütesiegel, daas mit der Beschäftigung eines „Elite“-Piloten kam. Zudem war ihnen bewusst, dass die Piraten besser wurden. Sie waren besser organisiert und ausgerüstet als in früheren Zeiten. Gerüchteweise verfügen sie über Geheimstützpunkte und ihre eigene Technologie. Auf jeden Fall sind sie hoch angesehen und erhalten großzügige Rabatte im gesamten von Menschen bewohnten Raum. in der Praxis hat sich die Aura der Geheimniskrämerei als große Stärke erwiesen. Die EPV hat heute überall in den Kernwelten und darüber hinaus Repräsentanten. Jeder junge Pilot strebt die Mitgliedschaft in dieser Organisation an.
Quelle: Touristenattraktion 0246
Die Pilotenvereinigung ist in vielerlei Hinsicht eine heimlichtuerische Organisation. Dies dient teilweise dazu, ihren Status als neutrale Organisation zu erhalten. Ihr Zweck besteht darin, Piloten zu unterstützen. Nicht Nationalitäten oder Fraktionen. Diese Neutralität hat der Vereinigung im Lauf der Jahre die (wenn auch teils widerwillige) Akzeptanz beinahe aller von Menschen bewohnten Systeme eingebracht.

Obwohl die Organisation allgegenwärtig ist, tritt sie nur selten direkt mit der Öffentlichkeit in Kontakt. Selbst die Mitglieder interagieren hauptsächlich über das Rang- und Kopfgeldsystem des Netzwerks. Die Registrierung stellt dabei eine Ausnahme dar. Ein Pilot muss sich persönlich für seine PV-Lizenz registrieren. Die Registrierung kann in Büros im gesamten von Menschen bewohnten Raum vollzogen werden.

Die PV ist die einzige Art von Gesetz, die es im unkontrollierten und unregierten Weltall gibt. Sie stellt ein von den großen Fraktionen unabhängiges Sicherheitsnetz für die menschliche Erkundung des Weltalls dar. Die Elitepilotenvereinigung (EPV) existiert weiterhin als eine ausgewählte und extrem heimlichtuerische Gruppe innerhalb der Organisation.
Quelle: Touristenattraktion 0247

Die Pilotenvereinigung ist das größte Rätsel in der Menschengeschichte. Sie wurde mit guten Absichten gegründet, jedoch sind inzwischen die Splittergruppen viel interessanter geworden als das datensammelnde Hauptunternehmen. Die Beschreibung der Elitepilotenvereinigung (EPV) enthüllt deutliche Gemeinsamkeiten mit jener der legandären The Dark Wheel. Man könnte meinen, dass alle Cmdr mit dem Elite-Rang Mitglieder in der EPV sind, wir glauben jedoch, dass sie eine komplett getrennte Organisation ist. Es ist unwahrscheinlich, dass die EPV das Dark Wheel ist, denn die Systembeschreibung für Shinrarta Dezhra zeigt, dass die EPV lediglich die Regierung der Founders World darstellt. Diese Tatsache trennt sie in gleicher Weise von der Pilotenföderation wie die Sirius-Regierung von Sirius Corp. getrennt ist.

Die Pilotenvereinigung kontrolliert als Organisation ein riesiges Finanzimperium. Dies ist der Öffentlichkeit nicht bekannt, obwohl die großen Nachrichtendienste darüber Bescheid wissen. Der größte Teil der finanziellen Mittel wird eingesetzt, um die Sicherheit für Piloten zu verbessern und Kopfgelder auszusetzen, wenn die örtlichen Regierungen dies nicht tun (und im unkontrollierten Weltraum). So manche Regierung hat dies schon ausgenutzt.

Die Pilotenvereinigung unterstützt auch unabhängige unternehmerische Vorhaben in neuen Kolonien, typischerweise unter dem Deckmantel von Tarnfirmen. Dies sieht sie als langfristige Investitionen an. Nur ein einziger Fall ist bekannt, in dem die PV die Kontrolle über einen Planeten oder System übernommen hat - dies ist in dem Abschnitt über die Welt der Gründer weiter unten beschrieben. Die PV setzt nicht nur Kopfgelder aus, sie kassiert auch Transaktionsgebühren für Kopfgelder, die über das Kopfgeldsystem der PV bearbeitet und gezahlt werden. Und in vielen Fällen behält sie Kopfgelder ein, wenn der Pilot, der die Belohnung verdient hat, sie aus irgendeinem Grund nicht einfordert. Der bei Weitem größte Beitrag zu den Geldmitteln der PV kommt aus ihrer Fast-Monopolstellung im Bereich der integrierten Schiffs- und Stationssysteme.
Quelle: Touristenattraktion 0248

Die finanziellen Aspekte der PV sind ausgesprochen eigenartig, aber am meisten ist sie an den Monopolen für Schiffssysteme interessiert. Da sie Pilotenvereinigung in der Lage ist, die Aktionen jedes einzelnen Piloten in der Galaxis zu verfolgen, kann sie diese Informationen an jeden weiterleiten, der sie verlangt, z.B. an die EPV.

Die Pilotenvereinigung hat eine lange Geschichte als vertrauenswürdige informationsquelle für Piloten. Als sich die Menschheit immer weiter ins All ausbreitete, stieg der Bedarf an Informationen stetig an. Vor 3100 versorgte die PV viele Schiffs- und Stationshersteller mit Daten. Nach 3100 machte sie sich durch eine unaffällige, aber effektive Übernahme- und Fusionskampagne zum marktführenden Anbieter solcher Daten sowie auch der Hardware und Software zur Verarbeitung der Daten.

Ausgehend von Verwaltungssystemen für Sternenkarten, Schiffsdaten und Kopfgelder, erweiterte die Pilotenvereinigung ihre Datenquellen auf Handelsinformationen, Nachrichten und Kommunikationssysteme. Bis 3300 hatte die Pilotenvereinigung nahezu eine Monopolstellung für alle in Schiffen und Raumstationen integrierten Systeme erlangt. Diese Systeme werden standardmäßig auf fast allen unabhängigen Schiffen und sogar auf manchen Militärschiffen verbaut. Es ist ein Zeugnis für das in die PV gesetzte Vertrauen, dass dieses Monopol ohne großen Widerstand hingenommen wurde, abgesehen von ein paar Hinterzimmerverhandlungen.
Quelle: Touristenattraktion 0249

Es ist klar, das die PV die Verbreitung des galaktischen Nachrichtennetzes kontrolliert. Sie können sogar große Nachrichtenagenturen daran hindern, ihre Informationen zu verbreiten. Sie haben die Fähigkeit, die Märkte zu beeinflussen, ob sie das jemals getan haben, musste noch bewiesen werden. Es scheint aber eher so, dass sie, obwohl sie die Kontrolle ausüben könnten, sich eher auf das Verfolgen von Aktiivitäten beschränken. Ob das jedoch auch für ihre Unterabteilungen und Splittergruppen gilt, ist nicht abzusehen. Sicherlich stellt die PV die einzige große Quelle mit geheimdienstlichem Datensammelpotential dar.

Offiziell ist die Pilotenvereinigung unpolitisch und mischt sich nicht in die inneren Angelegenheiten von Systemen oder Fraktionen ein. Doch die Praxis sieht anders aus.

Durch ihre vielen politischen Kontakte, die Umsetzung des Kopfgeldsystems und die Kontrolle über die in Schiffen und Stationen integrierten Systeme verfügt die PV über eine nicht zu unterschätzende Machtstellung. Auch durch ihre Unterstützung der Pilotensicherheit im bewohnten Weltraum nimmt sie beträchtlichen Einfluss.

Und innerhalb der PV gibt es verschiedene Gruppierungen (die bekannteste ist vermutlich das Dunkle Rad), die ihre eigene Agenda verfolgen. Offiziell werden solche Gruppierungen missbilligt, doch in einer so großen Organisation werden sie toleriert, solange sie nicht zu weit gehen.
Quelle: Touristenattraktion 0250
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story/holdstock-report/1-4.txt · Zuletzt geändert: 2019/07/04 08:12 von nemwar